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An: Bezirksvorsteher Marcus Franz

Lebensraum statt Parkplätze: Verordnung der Bloch-Bauer-Promenade als Fußgängerzone

Lebensraum statt Parkplätze: Verordnung der Bloch-Bauer-Promenade als Fußgängerzone

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Marcus Franz,

wir fordern Sie dazu auf, das Mobilitätskonzept “Hauptbahnhof Wien - Planungsgebiet ‘Leben am Helmut-Zilk Park’” umzusetzen und die Bloch-Bauer-Promenade als Fußgängerzone mit Benutzungsrecht für RadfahrerInnen zu realisieren.

Als fußgängerfreundliches Quartier kann das Sonnwendviertel-Ost zu einem Vorzeigeprojekt für den 10. Wiener Gemeindebezirk werden!

Warum ist das wichtig?

Eine Straße, die Teil deines Lebensraums ist. Das war die Idee für die Bloch-Bauer-Promenade im Herzen des Sonnwendviertel-Ost. Anfang Juli entscheidet die MA 46 darüber, welche Mobilitätsformen in der Bloch-Bauer-Promenade nun tatsächlich den Vorrang erhalten. Hierbei wird sich die MA 46 keinesfalls dem ausdrücklichen Willen des Bezirks widersetzen.

Derzeit wird anstatt einer Fußgängerzone eine Wohnstraße geplant und damit auch der Autoverkehr in Schrittgeschwindigkeit ermöglicht. Es soll zwar vorerst keine Parkplätze geben, doch der Bezirk hält sich die Möglichkeit offen, diese bei “Bedarf” nachträglich “unkompliziert” einzurichten.*1 Die Tatsache, ob Autos zu- und abfahren dürfen oder dauerhaft abgestellt werden können, wirkt sich darauf aus, welche Aufenthalts- und Nutzungsqualität die Promenade zukünftig haben wird. Es handelt sich also um die Entscheidung, ob aus der Bloch-Bauer-Promenade ein Ort zum Verweilen und ein sicherer Lebensraum für alle BewohnerInnen werden kann oder nicht.

Aus dem Mobilitätskonzept:
“Im inneren des Quartiers haben FußgängerInnen uneingeschränkten Vorrang. Dies wird durch die Ausbildung und Gestaltung der „slow-motion“ Promenade als Fußgängerzone gewährleistet, die auch die wichtigste Zugangsroute zum Hauptbahnhof für FußgängerInnen darstellt.” *2

Warum es eine Fußgängerzone braucht:
Bei der Entwicklung des neuen Stadtteils „Sonnwendviertel-Ost“ wurde besonders auf sanfte Mobilität (Fuß + Rad), attraktive öffentliche Räume und innovative Mobilitätskonzepte wert gelegt. Das Wohnen und Arbeiten an einer attraktiv gestalteten Fußgängerzone, frei von PKWs, war für viele BewohnerInnen und Gewerbetreibende der ausschlaggebende Grund, sich in diesem Viertel niederzulassen.

Die Bloch-Bauer-Promenade wurde daher als Fußgängerzone konzipiert und mit sehr hochwertigen Materialien hergestellt. Die „slow motion“ Promenade sowie anliegende Gassen und Plätze sollen so zu Begegnungs- und Freiräumen werden, die das neue Grätzel prägen.*3 Eine normale Wohnstraße würde dem widersprechen und hätte sehr viel günstiger gestaltet werden können.

Über die parallel verlaufende Bahnuferstraße (Maria-Lassnig-Straße) ist das Gebiet für den motorisierten Individualverkehr leicht zu erschließen. Die bereits errichteten Hochgaragen gewährleisten das Anwohner- und Besucherparken.

Die Baugruppen- und Quartiershäuser wurden vertraglich zu vielen Aufgaben, wie der Gestaltung ansprechender Vorplätze oder belebter Erdgeschosszonen, verpflichtet. Um die öffentlichen Räume für alle zu attraktivieren, kommen sie diesen Verpflichtungen nach!

Jetzt ist es an der Zeit, dass auch die Stadt Wien ihre Zielvorgabe aus dem Mobilitätskonzept umsetzt und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine „slow-motion Promenade“ schafft.

*1 https://www.meinbezirk.at/favoriten/c-lokales/wien-favoriten-ein-boulevard-fuers-sonnwendviertel_a2704214
*2 https://sonnwendviertel.mobility-hub.at/wp-content/uploads/2018/09/Beilage-1-Anlage-3.2-Mobilitätskonzept.pdf
*3 https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/architektur/oeffentlicher-raum/strassen-plaetze/bloch-bauer-promenade.html

Sonnwendviertel, Wien, Österreich

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • es muss wieder mehr Lebensraum für Menschen entstehen, Autos haben in der Stadt zu seher die Oberhand bekommen. Es gibt die einmalige Chance hier ein Vorzeigeprojekt für den 10. Bezirk zu schaffen, wo der Mensch sich frei bewegen und Begegnen kann.
  • weil autofreie Zonen die Lebensqualität erhöhen, insbesondere wenn Anrainer und Individualverkehr ohnedies aus der Parallelgasse zu fahren können.
  • weil wir Lebensraum für Menschen und nicht Abstellraum für Autos brauchen!

Neuigkeiten

2019-07-01 10:06:04 +0200

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2019-06-25 08:50:38 +0200

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2019-06-23 22:53:20 +0200

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2019-06-23 21:59:43 +0200

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