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An: Markus Marterbauer (SPÖ)

Steuersenkung auch für pflanzliche Grundnahrungsmittel!

Bild von Franki Chamaki auf Unsplash
„Steuersenkung für pflanzliche Grundnahrungsmittel – Schluss mit struktureller Benachteiligung!“

Warum ist das wichtig?

Die von der Bundesregierung beschlossene Steuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel verfolgt das Ziel, Haushalte finanziell zu entlasten. Dieses Ziel wird jedoch nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen erreicht.

Menschen, die sich überwiegend oder ausschließlich pflanzlich ernähren, sind weiterhin von einer höheren steuerlichen Belastung betroffen. Auch im Jahr 2026 unterliegen bestimmte pflanzliche Lebensmittel – insbesondere pflanzliche Milchalternativen – einem höheren Mehrwertsteuersatz als vergleichbare tierische Produkte mit gleicher Funktion (inklusive laktosefreie tierische Milch).

Obwohl einzelne Obst- und Gemüsesorten von der Steuersenkung erfasst sind, bleiben zentrale Bestandteile einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung von der steuerlichen Entlastung ausgeschlossen. Dies führt zu einer faktischen Ungleichbehandlung verschiedener Ernährungsweisen und bewirkt eine finanzielle Mehrbelastung für pflanzlich lebende Menschen.


Die Forderungen

Auf Basis dieser strukturellen Ungleichbehandlung fordern wir:

  1. Eine sofortige Erweiterung der Liste der steuerlich begünstigten Grundnahrungsmittel um wesentliche pflanzliche Produkte wie:

    • Pflanzliche Milch- und Joghurtalternativen

    • Haferflocken

    • Nüsse und Samen

    • Essentielle Pflanzenöle

    • Frisches und gefrorenes Beerenobst

  2. Gleicher ermäßigter Mehrwertsteuersatz für pflanzliche und tierische Lebensmittel mit gleicher Funktion und Nährstoffwirkung.

  3. Eine ernährungspolitische Bewertung auf sachlicher Grundlage, die wissenschaftliche Erkenntnisse zu Gesundheit und Nachhaltigkeit berücksichtigt – nicht nur traditionelle Praktiken oder politische Prioritäten.



Warum diese Ungleichbehandlung problematisch ist

  1. Ungerecht gegenüber vegan lebenden Menschen:
    Menschen, die sich aus ethischen, gesundheitlichen oder ökologischen Gründen pflanzlich ernähren, werden ohne sachliche Begründung steuerlich benachteiligt.

  2. Wissenschaftlich nicht kohärent:
    Viele pflanzliche Grundnahrungsmittel (z. B. Haferflocken, Nüsse, Pflanzenöle) sind ernährungsphysiologisch wertvoll und gehören zu den wichtigsten Quellen für essentielle Nährstoffe. Ihre Nichtberücksichtigung widerspricht gängigen Ernährungsempfehlungen.

  3. Ökologisch kontraproduktiv:
    Eine pflanzliche Ernährung hat nachweislich geringere Umweltauswirkungen (CO₂-Emissionen, Flächen- und Wasserverbrauch) als eine Ernährung mit hohem tierischen Anteil. Die Steuerpolitik verkennt diese Realität und setzt damit falsche Anreize.

  4. Finanzielle Mehrbelastung:
    Wer sich pflanzlich ernährt – sei es aus gesundheitlichen Restriktionen, aus ethischen Gründen oder im Sinne der Klimaverantwortung – zahlt im Supermarkt aus eigener Tasche mehr, obwohl genau diese Ernährungsweisen gesellschaftlich gefördert werden sollten.

Neuigkeiten

2026-01-31 13:05:46 +0100

50 Unterschriften erreicht

2026-01-30 12:12:14 +0100

25 Unterschriften erreicht

2026-01-29 18:50:36 +0100

10 Unterschriften erreicht