In Gurtis soll eine Bodenaushubdeponie mit 25.000 m³ Material entstehen – mit einer geplanten Betriebsdauer von 10 Jahren und bis zu 40 LKW pro Tag. Auch wenn laut Betreiber im Durchschnitt rund 300 LKW-Fahrten pro Jahr vorgesehen sind, können sich diese Transporte zeitweise stark verdichten. Im Extremfall sind bis zu 80 Fahrbewegungen täglich möglich.
Die Zufahrt soll über die L67 und L68 erfolgen – rund 7 Kilometer durch die Gemeindegebiete von Frastanz und Nenzing, durch mehrheitlich bewohntes Gebiet, vorbei an zwei Volksschulen und über mehrere sehr schmale Straßenabschnitte ohne Gehsteig.
Dort, wo Kinder unterwegs sind, wo Menschen wohnen und wo Naherholung stattfindet, würde zusätzlicher Schwerverkehr über Jahre hinweg zur Realität werden.
Die Gemeinde hat sich bereits mehrfach kritisch gegen das vorliegende Projekt ausgesprochen und deutliche Bedenken hinsichtlich Verkehrssicherheit, Belastung und Standortwahl geäußert. Dennoch läuft das Verfahren nach dem Abfallwirtschaftsgesetz (AWG). Die Gemeinde hat dabei lediglich Parteistellung, aber keine Entscheidungsgewalt. Die endgültige Entscheidung liegt bei der Bezirkshauptmannschaft – selbst bei klarem Widerstand aus der Bevölkerung kann das Projekt genehmigt werden.
Gerade deshalb braucht es jetzt ein starkes, gemeinsames Signal.