An: ÖFB
Stop the Game! Kein Spielfeld für Israel
Offener Brief an den Österreichischen Fußball-Bund Österreichischer Fußball-Bund (ÖFB)
Seestadtstraße 22 1220 Wien
Wir, österreichische Fußballfans, sind entsetzt darüber, dass der ÖFB durch die Spiele gegen Israel in der UEFA Nations League zur Normalisierung des Völkermords an den Palästinenser:innen beiträgt.
Seestadtstraße 22 1220 Wien
Wir, österreichische Fußballfans, sind entsetzt darüber, dass der ÖFB durch die Spiele gegen Israel in der UEFA Nations League zur Normalisierung des Völkermords an den Palästinenser:innen beiträgt.
Wir fordern den ÖFB auf, die beiden geplanten Spiele der UEFA Nations League gegen Israel zu boykottieren.
Als UEFA-Mitglied tragen Sie die Verantwortung, die Einhaltung der UEFA-Regeln im Hinblick auf die anhaltenden Verstöße gegen die Statuten der UEFA und FIFA in Bezug auf Spiele israelischer Mannschaften in besetzten palästinensischen Gebieten sicherzustellen. Darüber hinaus hat der andauernde, mutmaßliche Völkermord im Gazastreifen (wie vom Internationalen Gerichtshof, dem höchsten Gericht der Welt, festgestellt) zum Tod von mehr als 72.000 Palästinenser:innen geführt, darunter über 550 Mitglieder der palästinensischen Fußballgemeinschaft, seit Oktober 2023. Zu den Ermordeten gehören Hani al-Masdar, Cheftrainer der palästinensischen Olympia-Fußballmannschaft, der im Januar 2024 bei Luftangriffen im Gazastreifen getötet wurde. Nationalspieler und Kapitän des Vereins Ahli Gaza, Mohammed Barakat, wurde im Juni 2024 getötet.
Die palästinensische Fußballlegende Suleiman al-Obeid, der „palästinensische Pelé“, wurde im August 2025 bei einem Angriff auf eine humanitäre Hilfseinrichtung getötet, während er auf dringend benötigte Lebensmittel für seine Familie wartete. Billigt der ÖFB diese Verstöße gegen das Völkerrecht und mögliche Kriegsverbrechen, auch gegen die palästinensische Fußballfamilie? Der Internationale Gerichtshof hat festgestellt, dass Israel ein brutales Apartheid-System aufrechterhält und wahrscheinlich einen Völkermord begeht. Sie und die meisten Sportverbände der Welt haben zu Recht die sportlichen Beziehungen zum Apartheid-Regime in Südafrika boykottiert. Fußballfunktionäre, Spieler und Fans dürfen diese schweren Verbrechen nicht vertuschen, sondern müssen sich dagegen positionieren, indem sie sich weigern, gegen die israelische Mannschaft zu spielen.
Stop the Game!
Mit freundlichen Grüßen, die Unterzeichnenden
Warum ist das wichtig?
Stop the Game
Kein Spielfeld für Israel
Kein Spielfeld für Israel
Am 24. September spielt die österreichische Fußballnationalmannschaft im Rahmen der Nations League gegen die israelische Nationalmannschaft. Während palästinensische Fußballer:innen erschossen und palästinensische Stadien zerstört werden, soll in Linz ein ganz normales Fußballspiel stattfinden.
Wenn dieses Spiel stattfindet, ist es ein weiterer Schritt zur Normalisierung eines Genozids.
Zehntausende Menschen wurden ermordet, und die Eskalationsspirale dreht sich weiter. Mittlerweile träumen nicht nur Rechtsextreme von einem „Groß-Israel“, sondern die Staatsspitze selbst. Die Forderungen nach einem Groß-Israel zielen darauf ab, das heutige Staatsgebiet Israels nicht nur um Palästina, sondern auch um Teile des Libanon, Syriens, Jordaniens und Ägyptens zu erweitern.
Das bedeutet, dass Israel eine permanente Ausweitung seines Staatsgebiets anstrebt. Krieg ist dabei ein einkalkuliertes Mittel. Darum gibt es hunderte Gründe, dieses Spiel nicht stattfinden zu lassen – der Genozid an den Palästinenser:innen in Gaza, die Apartheidspolitik gegenüber der arabischen Bevölkerung im Westjordanland sowie die kriegerischen Angriffe gegen den Libanon, Syrien oder den Iran.
Wir fordern den ÖFB auf, dieses Spiel zu boykottieren.
Was hat der Genozid mit Fußball zu tun?
Manche Fußballfans werden uns vielleicht zustimmen, sich aber fragen, was der israelische Genozid mit Fußball zu tun hat?
Während des Angriffs auf Gaza hat das israelische Militär das Al-Yarmouk-Stadion in ein Foltergefängnis verwandelt. Dazu erklärte ein amerikanischer Ex-Fußballer: „Wenn die Besetzung von Sportstätten eine rote Linie ist, warum schweigt man dann, während Israel Gazas historisches Yarmouk-Stadion in ein Internierungslager umwandelt?“
Im August 2025 wurde der palästinensische Nationalspieler Suleiman Al-Obeid vom israelischen Militär ermordet, während er auf Essen für seine Familie wartete. Neben ihm wurden mindestens 500 weitere palästinensische Fußballspieler getötet.
Während palästinische Fußballer:innen ermordet werden, wollen israelische in Linz Tore bejubeln. Es ist das Mindeste, die israelische Nationalmannschaft in Linz nicht willkommen zu heißen.
Gegen den modernen Fußball
Fußball war immer der Sport der Arbeiter:innenklasse – ein Sport, in dem die Verlierer der Gesellschaft zu Stars werden konnten. Fußball gehört den einfachen Menschen, nicht irgendwelchen Sponsoren und korrupten Markenmanagern.
Die Nations League ist Ausdruck der weiteren Kommerzialisierung unseres Sports. Als würden die Spektakel um WM und EM nicht schon reichen, zielt sie darauf ab, den Fußball noch weiter von seinen Wurzeln als Arbeitersport für alle zu entfernen.
Darum finden sich auch unter den Sponsoren der Nations League das Who-is-Who internationaler Großkonzerne – Unternehmen, die unseren Sport als Werbefläche nutzen. Viele der Sponsoren der Nations League sind zudem direkte Mittäter im Genozid in Gaza.
Unter den Sponsoren der Nations League finden sich KI-Unternehmen wie ATOS. Dieses Unternehmen arbeitet eng mit den israelischen Rüstungsunternehmen Elbit Systems und Rafael zusammen, die an der Infrastruktur für den Krieg beteiligt sind.
Folgen wir Maradona und boykottieren wir das Spiel.
Die größte Legende unseres Sports, Diego Maradona, hat keinen Zweifel daran gelassen, wo er im Konflikt zwischen Unterdrückern und Unterdrückten steht:
„In meinem Herzen bin ich Palästinenser. Ich bin der Nummer-1-Fan des palästinensischen Volkes.“
Unterschreib unsere Petition. Am Tag vor dem Bundesligastart werden wir den Offenen Brief an den ÖFB übergeben.
Falls der ÖFB darauf besteht, dass dieses Spiel trotzdem stattfindet dann werden wir dagegen in Linz auf die Straße gehen. Du willst über weitere Aktionen informiert werden?
Dann komm in unseren Telegram-Channel: https://t.me/stopthegameaustria und folge palaestinaforum und linkswende.jetzt in den sozialen Medien.
Erstunterzeichner*innen
- Andrew Feinstein (Anti-Apartheid-Aktivist)
- Mark Bonnick (Ex-Fußballprofi)
- Julian Schütter (Skifahrer und Aktivist)
- Rafael Eisler (Flotilla-Solidaritätskomitee)
- Viktoria Eibensteiner (Flotilla-Solidaritätskomitee)
- Palästinaforum
- Linkswende