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An: Bürgermeister und Gemeinderat Seefeld in Tirol

Campingplatz ja - Chalets und Investorenmodelle nein!

Campingplatz ja - Chalets und Investorenmodelle nein!

Wir, die unterzeichnenden Seefelder Bürgerinnen und Bürger, fordern den Gemeinderat und Bürgermeister von Seefeld in Tirol auf, die Interessen der Seefelder Bevölkerung zu wahren und jede wie auch immer geartete Möglichkeit von kalten Betten und versteckten Freizeitwohnsitzen zu verhindern.
Wir fordern den Wunsch einer weiteren Umwidmung von Flächen beim ehemaligen Camp Alpin des niederländischen Investors und Ferienparkbetreibers Landal zum Zwecke der weiteren Vergrößerung (insbesondere der Errichtung von Apartments und Ferienwohnungen) abzulehnen.
Insbesondere muss der Campingplatz / Ferienpark auch weiterhin als Vermietungsobjekt betrieben werden mit ständigem Gästewechsel. Verkäufe von Einheiten, (Mehr-)Jahresmieten und alle Konstrukte, die dem ständigen Gästewechsel zuwider laufen, sind auszuschließen und strenge Pönalen zu vereinbaren.

Warum ist das wichtig?

Seefelds wichtigster Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Die Zahl der Nächtigungen sind seit 2000 stabil, mit einem leichten Abwärtstrend im Winter und einem ausgleichenden leichten Aufwärtstrend im Sommer. Die Boomjahre der 60er und 70er sind vorbei.
Der Bedarf in den verschiedenen Kategorien wird durch eine gut ausgebaute Infrastruktur, eine moderne Hotellerie mit hochklassigem Angebot und zahlreichen Chalets und Ferienwohnungen gedeckt. Einzig eine Camping Möglichkeit steht seit kurzem nicht mehr zur Verfügung.

• Preisverfall: Die Wiedereröffnung eines modernisierten und auch etwas vergrößerten Campingplatzes ist zu begrüßen, der Ausbau auf 500 Betten mit der Errichtung von luxuriösen Ferienwohnungen allerdings führt zu Konkurrenz. Wenn Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht geraten, führt dies zu einem Preisverfall zu Ungunsten der lokalen Hotellerie.

• Freizeitwohnsitze: Selbst mit wasserdicht scheinenden Verträgen ist nicht garantiert, dass nicht doch noch de facto Freizeitwohnsitze geschaffen werden können über fantasievolle Umgehungstaktiken. Das hat negative Konsequenzen für den Ort und die Bevölkerung. Seefeld hat bereits einen hohen Anteil an Freizeit- und Zweitwohnsitzen. Noch hat der Ort ein authentisches Gemeindeleben und die Menschen fühlen sich hier wohl, sowohl Einheimische als auch Gäste. Das kann sich jedoch schnell ändern. Es gibt dafür genügend negative Beispiele.

• Kostenwahrheit: Es ist zumindest zu hinterfragen, warum einem niederländischen Investor günstiger Gemeindegrund zur Verfügung gestellt wird (auch wenn es sich hier „nur“ um als Sonderfläche gewidmete Flächen handelt), während der Großteil der Seefelder Bevölkerung auf dem Privatmarkt mehr als doppelt so hohe Grundpreise für ihre Wohnbedürfnisse bezahlen muss. Für einen Campingplatz ist das absolut nachvollziehbar, für Ferienwohnungen und Chalets jedoch nicht.

• Basis unseres Tourismus: Für die gewünschte Vergrößerung muss Freiland in Sonderfläche umgewidmet werden. Das ist abzulehnen: Unser Tourismus lebt von der atemberaubenden Schönheit unserer Bergwelt und der intakten Natur. Ihr Erhalt muss daher oberste Priorität haben, wenn wir unseren Hauptwirtschaftszweig schützen wollen. Das wäre auch im Einklang mit den europäischen Bemühungen zum Erhalt von Artenvielfalt und Wäldern.

• Leerstehende Hotels im Hauptsiedlungsgebiet: In Seefeld gibt es mehrere Hotelgebäude, die leer stehen, u.a. auch das alte Kurhotel, das eigentlich abgerissen werden sollte um Platz zu schaffen für neue Bebauung. Es ist aus vielen Gründen für die Gemeinde sinnvoller, bereits verbautes Land wieder neu zu beleben und zu bebauen anstatt unberührtes Freiland umzuwidmen. Aus guten Gründen wird österreichweit der große Bodenverbrauch und die Versiegelung von Flächen als akutes Problem gesehen, das es einzudämmen gilt und das in dieser Dimension auch nicht mehr tragbar ist.

• Marketing: Der TVB Seefelder Plateau bekennt sich zu einer Entwicklung in Richtung eines nachhaltigen Tourismus, um dem Megatrend „Neo-Ökologie“ und den Bedürfnissen der Gäste Genüge zu tun (Umfragen, z.b. von booking.com oder TUI, zeigen klar auf, dass Reisende immer mehr auf ihren grünen Fußabdruck achten). Das Plateau erhielt dafür vom Land Tirol eine Förderung von 86.000 Euro. Umwidmungen von Freiland in Sonderfläche (die dann aber wie Bauland verwendet wird), wenn gleichzeitig Hotels im Dorf leer stehen, sind daher stark zu hinterfragen und passen nicht ins Gesamtbild.

Seefeld in Tirol, Österreich

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Mir liegt unser Ort am Herzen - und Qualität sollte immer vor Quantität stehen. Immer höher - immer weiter - das sollte nicht Seefelds Devise sein.
  • schön dass es Leute gibt die gegen den Ausverkauf der Heimat was unternehmen.
  • weil ich gegen dieses projekt bin

Neuigkeiten

2021-01-08 09:59:05 +0100

An alle, die auch bei der Unterschrift kontaktiert werden wollten, wurde soeben eine Nachricht versendet. Falls du diese ebenfalle erhalten möchtest, kontaktiere uns einfach...

2020-12-23 08:18:13 +0100

500 Unterschriften erreicht

2020-12-17 20:18:05 +0100

Wir haben nach grad mal 10 Stunden bereits 200 Unterschriften erreicht. Bitte fleissig weiter teilen und Freunde informieren! Die etwas kürzere Adresse zur Petition ist übrigens...
https://mein.aufstehn.at/p/nochalet

2020-12-17 12:53:08 +0100

100 Unterschriften erreicht

2020-12-17 10:49:36 +0100

50 Unterschriften erreicht

2020-12-17 10:22:09 +0100

25 Unterschriften erreicht

2020-12-17 10:03:35 +0100

10 Unterschriften erreicht