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An: Österreichischer Eishockeyverband

Gleiches Eis. Gleicher Respekt. – Für Gleichbehandlung im österreichischen Fraueneishockey

Wir fordern echte Gleichbehandlung und Wertschätzung für Frauen im österreichischen Eishockey.

Dabei geht es nicht ausschließlich um finanzielle Gleichstellung. Es geht um etwas Grundlegenderes: um Respekt gegenüber den Sportlerinnen, ihrer Leistung, ihrem Einsatz und ihrem Sport.

Frauen, die Eishockey auf Leistungsniveau betreiben und Österreich vertreten, verdienen professionelle und würdige Rahmenbedingungen. Dazu gehören eigene, passende Trikots und Ausrüstung, angemessene Umkleidemöglichkeiten sowie Unterkünfte und organisatorische Bedingungen, die dem Niveau des Sports entsprechen. Was bei männlichen Spielern als selbstverständlich angesehen wird, darf bei Frauen nicht als Sonderwunsch gelten.

Ungleichbehandlung wird häufig damit begründet, dass Fraueneishockey weniger populär sei, weniger Zuschauer*innen anziehe oder wirtschaftlich weniger Einnahmen generiere. Doch genau diese Argumentation führt zu einem Kreislauf, der sich selbst erhält: Ein Sport, der weniger gefördert, beworben und sichtbar gemacht wird, hat zwangsläufig schlechtere Möglichkeiten, Popularität aufzubauen.

Auch der heutige Männer-Eishockeysport hat einmal klein angefangen. Seine heutige Reichweite ist das Ergebnis jahrzehntelanger Förderung, medialer Präsenz, Investitionen und gesellschaftlicher Anerkennung. Fraueneishockey hatte über viele Jahrzehnte hinweg nicht annähernd dieselben Voraussetzungen.

Deshalb kann die aktuelle Popularität nicht der alleinige Maßstab dafür sein, wie viel Respekt und Unterstützung Sportlerinnen verdienen.


Warum ist das wichtig?


Gleichbehandlung bedeutet nicht, dass von heute auf morgen überall dieselben finanziellen Mittel zur Verfügung stehen müssen. Gleichbehandlung beginnt dort, wo Frauen mit derselben Würde, Professionalität und Wertschätzung behandelt werden wie ihre männlichen Kollegen.

Wer für Österreich auf dem Eis steht, trainiert, auf vieles verzichtet und sportliche Höchstleistungen erbringt, verdient angemessene Bedingungen – unabhängig vom Geschlecht.

Mit dieser Petition fordern wir deshalb nicht nur bessere Bedingungen für die Spielerinnen. Wir fordern ein Umdenken: Fraueneishockey darf nicht erst dann ernst genommen werden, wenn es genauso populär ist wie Männereishockey. Es muss ernst genommen und gefördert werden, damit es überhaupt die Chance bekommt, diese Popularität zu erreichen.

Respekt ist keine Frage von Einschaltquoten. Gleichbehandlung ist kein Bonus. Sie sollte die Grundlage des österreichischen Sports sein.


Österreich

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2026-08-20 10:51:29 +0200

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2026-08-19 19:09:24 +0200

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