100 Unterschriften erreicht
An: Nova Music Entertainment GmbH (Harald Jenner), Barracuda Holding GmbH (Ewald Tatar, Mag. Martin Vögel), Barracuda Music GmbH (Franz Erhardt, Richard Hörmann, Manuel Masopust), CTS Eventim / Eventim LIVE
Nova Rock 2027: Booking von Seiler & Speer überdenken – Verantwortung zeigen

Wir fordern den Veranstalter des Nova Rock-Festivals sowie alle für die Programm- und Booking-Entscheidungen verantwortlichen Personen auf, das Booking von Seiler & Speer beim Nova Rock 2027 angesichts des öffentlich dokumentierten Vorfalls rund um Christopher Seiler nochmals zu überprüfen und die Entscheidungsgrundlagen transparent darzulegen.
Warum diese Petition?
Warum diese Petition?
Im März 2026 wurde öffentlich bekannt, dass gegen Christopher Seiler nach einer Anzeige wegen eines Vorfalls mit einer Frau ermittelt wird.
Seiler selbst nahm dazu öffentlich Stellung. Er erklärte unter anderem, einer Frau Kokain auf die Lippen geschmiert zu haben, bezeichnete dieses Verhalten als nicht entschuldbar und entschuldigte sich dafür. Gleichzeitig bestritt er eine Gewaltanwendung bzw. einen sexuellen Übergriff.
Die Debatte darüber blieb nicht auf den unmittelbaren Fall beschränkt. mica – music austria, der Österreichische Musikrat und MuFA – Musik Für Alle wandten sich in einem offenen Brief an Christopher Seiler und kritisierten insbesondere die aus ihrer Sicht bagatellisierende Darstellung des Vorfalls. Dabei stellten sie Fragen zu Gewalt, Grenzen und körperlicher Selbstbestimmung in den Mittelpunkt. (https://www.musicaustria.at/offener-brief-aus-der-musikszene-drei-organisationen-aus-der-oesterreichischen-musikszene-appellieren-an-christopher-seiler/)
Die strafrechtliche Angelegenheit wurde mittlerweile mittels Diversion abgeschlossen. Laut Staatsanwaltschaft Wien waren dabei unter anderem eine Verantwortungsübernahme und ein klarer Sachverhalt Voraussetzungen für die Diversion. Vereinbart wurde eine zweijährige Probezeit mit Pflichten. Einen Schuldspruch gab es nicht.
Die strafrechtliche Angelegenheit wurde mittlerweile mittels Diversion abgeschlossen. Laut Staatsanwaltschaft Wien waren dabei unter anderem eine Verantwortungsübernahme und ein klarer Sachverhalt Voraussetzungen für die Diversion. Vereinbart wurde eine zweijährige Probezeit mit Pflichten. Einen Schuldspruch gab es nicht.
Auch Christopher Seiler selbst erklärte nach Abschluss der Diversion öffentlich, die Geschädigte habe mit ihrer Anzeige „absolut richtig gehandelt“, und betonte, dass jegliche Form von Gewalt inakzeptabel sei.
Es geht um die Verantwortung des Veranstalters!
Unsere Petition fordert kein neues Gerichtsverfahren und keinen Schuldspruch.
Wir stellen auch nicht die rechtliche Wirkung der Diversion infrage.
Wir stellen eine andere Frage:
Welche Verantwortung trägt ein Festivalveranstalter bei der Auswahl seines Line-ups, wenn eine im Line-up vertretene Person öffentlich einen konkreten Vorfall eingeräumt hat, dieser strafrechtlich durch Diversion abgeschlossen wurde und der Vorgang innerhalb der österreichischen Musikszene öffentlich diskutiert wurde?
Eine Diversion ist weder ein Freispruch noch eine Verurteilung.
Das Nova Rock hat sich dennoch dafür entschieden, Seiler & Speer für 2027 zu buchen. Die Band wird aktuell im offiziellen Nova-Rock-Line-up für 2027 geführt.
Diese Entscheidung liegt beim Veranstalter.
Und genau deshalb darf sie auch öffentlich hinterfragt werden.
Und genau deshalb darf sie auch öffentlich hinterfragt werden.
Wir wollen wissen:
Wurde der öffentlich bekannt gewordene Vorfall bei der Booking-Entscheidung berücksichtigt?
Wenn ja: Nach welchen Kriterien?
Und wie ist diese Entscheidung mit dem eigenen Anspruch des Festivals auf Sicherheit, Respekt und Unterstützung von Besucher:innen vereinbar?
Sicherheit darf nicht erst vor Ort beginnen!
Das Nova Rock bietet z. B. mit dem „Angel Shot + Festivalnotruf“ ausdrücklich eine Anlaufstelle für Personen, die sich bedroht, belästigt oder unwohl fühlen.
Ein solches Schutz- und Hilfsangebot ist wichtig und grundsätzlich zu begrüßen.
Gerade deshalb stellt sich für uns die Frage, wie dieser Anspruch mit der Entscheidung vereinbar ist, Seiler & Speer trotz der öffentlich bekannten Vorgänge weiterhin für das Festival zu buchen.
Denn Schutz und Sicherheit sollten nicht erst dann relevant werden, wenn eine Person bereits Hilfe benötigt.
Sie sollten auch bei den Entscheidungen berücksichtigt werden, die ein Veranstalter vor einem Festival trifft.
Für uns bedeutet Verantwortung deshalb nicht nur, Betroffenen im Ernstfall Unterstützung anzubieten.
Verantwortung bedeutet auch, sich bereits bei der Auswahl des Line-ups mit den möglichen Auswirkungen einer Booking-Entscheidung und dem damit gesetzten Signal auseinanderzusetzen.
Unsere Forderungen
Wir fordern die Verantwortlichen des Nova Rock-Festivals auf,
Wir fordern die Verantwortlichen des Nova Rock-Festivals auf,
- das Booking von Seiler & Speer für das Nova Rock 2027 nochmals zu überprüfen;
- offenzulegen, ob und wie der öffentlich bekannt gewordene Vorfall bei der Booking-Entscheidung berücksichtigt wurde;
- darzulegen, wie die Booking-Entscheidung mit dem eigenen Anspruch auf Schutz und Sicherheit für Festivalbesucher:innen vereinbar ist;
- und das Booking zu überdenken und Seiler & Speer wieder aus dem Line-up zu nehmen.
Wir fordern damit kein Urteil über die strafrechtliche Schuld von Christopher Seiler.
Wir fordern Verantwortung, Transparenz und eine nachvollziehbare Entscheidung bei der Programmgestaltung eines der größten Festivals Österreichs.
Wir fordern die Veranstalter dazu auf, ihre eigene Entscheidung und ihre eigene Verantwortung zu hinterfragen.
Wir fordern die Veranstalter dazu auf, ihre eigene Entscheidung und ihre eigene Verantwortung zu hinterfragen.
Warum ist das wichtig?
Ein Festivalveranstalter entscheidet selbst, welche Künstler:innen auf seinen Bühnen auftreten.
Diese Entscheidung hat nicht nur eine wirtschaftliche oder musikalische Dimension. Sie sendet auch ein Signal darüber, welche Werte ein Veranstalter bei der Gestaltung seines Festivals berücksichtigt.
Mit deiner Unterschrift machst du deutlich:
Sicherheit, Respekt, körperliche Selbstbestimmung und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlich bekannt gewordenen Vorfällen sollen bei Booking-Entscheidungen eine Rolle spielen.
Sicherheit, Respekt, körperliche Selbstbestimmung und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlich bekannt gewordenen Vorfällen sollen bei Booking-Entscheidungen eine Rolle spielen.
Du forderst damit keinen Schuldspruch und kein neues Strafverfahren.
Du forderst die Veranstalter des Nova Rock-Festivals dazu auf, eine bereits getroffene Booking-Entscheidung angesichts der Ereignisse nochmals kritisch zu überprüfen.
Denn ein Festival trägt Verantwortung nicht erst dann, wenn etwas passiert.
Verantwortung beginnt bereits bei der Entscheidung darüber, wem eine Bühne gegeben wird.