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An: Die Bundesregierung

Ein Pass, der passt! Staatsbürgerschaft für hier geborene Kinder

Wir fordern die Regierungsparteien auf: Kinder, die in Österreich geboren werden, sollen automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen – wenn ihre Eltern schon mehrere Jahre rechtmäßig hier leben.

Jeden Tag kommen in Österreich 50 Kinder zur Welt, die keine österreichische Staatsbürgerschaft bekommen. Der Grund: Ihre Eltern haben keinen österreichischen Pass. Diese Kinder wachsen hier auf, gehen hier zur Schule, sprechen Deutsch – aber sie gelten hier nicht als rechtlich zugehörig und dürfen später hier nicht wählen. 

Ein Fünftel aller in Österreich lebenden Menschen sind wegen ihrer Staatsbürgerschaft vom Wahlrecht ausgeschlossen. Ein Viertel der in Österreich geborenen Kinder bekommt die Staatsbürgerschaft nicht bei der Geburt. Um gleichberechtigt zu sein, müssen sie eine Einbürgerung beantragen, so als ob sie neu zugewandert wären. Aber die in Österreich besonders strengen Bedingungen für die Einbürgerungen können viele nicht erfüllen.

Eine Demokratie ist aber nur dann stark, wenn Menschen, die dauerhaft hier leben, auch mitbestimmen und Verantwortung übernehmen können. Das betrifft uns alle, denn wenn so viele Menschen nicht teilhaben dürfen, ist die demokratische Repräsentation verzerrt: die Interessen von Menschen, die in Städten leben, die geringeres Einkommen haben und die jung sind, zählen weniger – weil in diesen Gruppen besonders viele Menschen von Wahlen ausgeschlossen sind. 

Wir schlagen eine einfache und kostengünstige Lösung vor: Kinder, deren Eltern schon länger rechtmäßig in Österreich leben, bekommen die Staatsbürgerschaft automatisch bei der Geburt – ganz ohne Antrag und Verfahren. 

Warum ist das wichtig?

Diese Änderung würde:
  • allen hier geborenen und aufwachsenden Kindern von Anfang an die gleichen Rechte geben,
  • den Zugang zur Staatsbürgerschaft entbürokratisieren und die Einbürgerungsbehörden entlasten,
  • dafür sorgen, dass wieder mehr Menschen bei Wahlen mitbestimmen können und somit unsere Demokratie stärken.

Staatsbürgerschaft ist mehr als ein Reisepass – sie bedeutet Sicherheit, Zugehörigkeit und die Möglichkeit, das eigene Land mitzugestalten. Vor allem aber macht eine solche Reform deutlich: Zu unserem Land gehören alle, die hier geboren sind, hier leben und hier ihre Zukunft haben – nicht nur jene mit der "richtigen" Abstammung.

Weitere Infos hier: Fragen und Antworten zur Petition

Erstunterzeichner und Erstunterzeichnerinnen: 
Rainer Bauböck (Politikwissenschafter) 
Kurt Bayer (Ökonom)
Ruth Beckermann (Filmemacherin)
Erwin Berger (Volkshilfe Wien)
Maria Berger (ehem. Justizministerin)
Clemens Berndorff (Schauspieler)
blauerelefant (Autor und Satiriker)
Denice Bourbon (Künstlerin und Autorin)
Kurt Brazda (Filmschaffender)
Emil Brix (Diplomat und Historiker)
Brigitta Busch (Sprachwissenschafterin)
Zeynep Buyraç (Schauspielerin und Vorsitzende von SOS Mitmensch)
Michael Chalupka (ehem. Bischof ev. Kirche AB)
Isolde Charim (Philosophin und Publizistin)
Barbara Coudenhove-Kalergi (Journalistin)
Rudolf de Cilia (Sprachwissenschafter)
Anna Durnová (Politikwissenschafterin und Soziologin)
Mercedes Echerer (Schauspielerin und Regisseurin)
Julia Ecker (Rechtsanwältin)
Robert Eiter (OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus)
Wilfried Embacher (Rechtsanwalt)
Ewa Ernst-Dziedcic (Politologin, ehem. Abgeordnete zum Nationalrat)
Anuscheh Farahat (Rechtswissenschafterin)
Erich Fenninger (Volkshilfe Österreich)
Margit Fischer (Ehrenvorsitzende Science Centre Network)
Franz Fischler (ehem. Landwirtschaftsminister und EU Kommissar)
Jörg Flecker (Soziologe)
Sandra Frauenberger (ehem. Wiener Stadträtin, Geschäftsführerin des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen)
Friedhelm Frischenschlager (ehem. Verteidigungsminister)
Hermann Glettler (Diözesanbischof von Innsbruck)
Antonia Gössinger (Journalistin und ehem. Chefredakteurin der Kleinen Zeitung Kärnten)
Eva Grabherr (Historikerin/Judaistin, okay.zusammen leben)
Irmgard Griss (ehem. Präsidentin des Obersten Gerichtshofs)
Alois Guger (Ökonom)
Kenan Güngör (Integrationsexperte)
Erich Hackl (Schriftsteller)
Elfriede Hammerl (Journalistin und Schriftstellerin)
Josef Haslinger (Schriftsteller)
Reinhard Heinisch (Politikwissenschafter)
Ursula Hemetek (Ethnomusikologin)
Barbara Herzog-Punzenberger (Rektorin der Pädagogischen Hochschule Wien)
Elisabeth Holzleithner (Rechtsphilosophin)
Michael Ikrath (ehem. Generalsekretär Erste Bank-Sparkassenverbund und ehem. Nationalratsabgeordneter)
simon INOU (Journalist)
Elfriede Jelinek (Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin)
Daniel Jesch (Schauspieler)
Ferdinand Kaineder (Präsident der Katholischen Aktion Österreich)
Michael Kerbler (Journalist und Vorsitzender Bündnis 2025), 
Solmaz Khorsand (Journalistin und Autorin)
Lilian Klebow (Schauspielerin und Sängerin)
Gertraud Knoll-Lacina (ehem. ev. Bischöfin und Abgeordnete zum Nationalrat)
Werner Kogler (Abgeordneter zum Nationalrat und ehem. Vizekanzler)
Judith Kohlenberger (Soziologin und Migrationsforscherin)
Christian Konrad (ehem. Bankmanager und Flüchtlingsbeauftragter der Bundesregierung)
Alev Korun (Lehrerin und ehem. Abgeordnete zum Nationalrat)
Olga Kosanović (Regisseurin und Lehrende)
Andreas Kovar (Politikberater)
Stephanie Krisper (ehem. Abgeordnete zum Nationalrat)
Der Kuseng (Kabarettist)
Ferdinand Lacina (ehem. Finanzminister)
Clemens Lahner (Rechtsanwalt)
Nadja Lorenz (Rechtsanwältin)
Ulrike Lunacek (ehem. Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments)
Ferry Maier (ehem. Abgeordneter zum Nationalrat und Flüchtlingskoordinator)
Karl Markovics (Schauspieler)
Mwita Mataro (Musiker)
Manfred Matzka (ehem. Sektionschef im Bundeskanzleramt)
Heinz Mayer (Verfassungsjurist)
Maria Mayrhofer (Geschäftsführerin #aufstehn)
Robert Menasse (Schriftsteller)
Franz Merli (Rechtswissenschafter)
Robert Misik (Autor und Journalist)
Monika Mokre (Politik- und Kulturwissenschafterin)
Manfred Nowak (ehem. UN Sonderbeauftragter über Folter)
Cornelius Obonya (Schauspieler)
Karl Öllinger (ehem. Abgeordneter zum Nationalrat)
Bernhard Perchinig (Migrationsforscher)
Hans Karl Peterlini (Erziehungswissenschafter)
Regina Polak (Theologin)
Alexander Pollak (Sprecher SOS Mitmensch)
Toxische Pommes (Kabarettistin und Schriftstellerin)
Barbara Prainsack (Politikwissenschafterin)
Doron Rabinovici (Schriftsteller)
Oliver Rathkolb (Historiker und Autor)
Stefanie Reinsperger (Schauspielerin)
Christoph Reinprecht (Soziologe)
Julia Franz Richter (Schauspielerin)
Christoph Riedl (Asylexperte Diakonie)
Sieglinde Rosenberger (Politikwissenschafterin)
Bruno Rossmann (ehem. Abgeordneter zum Nationalrat)
Gerhard Ruiss (Schriftsteller, Geschäftsführer IG Autoren)
Dirk Rupnow (Historiker und Migrationsforscher)
Monika Salzer (Omas gegen Rechts)
Stefanie Sargnagel (Schriftstellerin)
Gerti Schatzdorfer-Wölfel (Unternehmerin)
Oliver Scheiber (Jurist)
Martin Schenk (Sozialexperte, Armutskonferenz)
Rudolf Schicker (ehem. Wiener Stadtrat)
Markus Schlagnitweit (Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs)
Christian Schmaus (Rechtsanwalt & Verein Integrationshaus)
Heide Schmidt (ehem. Abgeordnete zum Nationalrat und Gründerin des Liberalen Forum), Christine Scholten (Ärztin)
Rudolf Scholten (ehem. Minister für Wissenschaft und Kultur)
Heidi Schrodt (Bildungsexpertin)
Manuela Smertnik (Geschäftsführerin Verein Wr Jugendzentren)
Susi Stach (Schauspielerin)
Kathrin Stainer-Hämmerle (Politikwissenschafterin)
Alexandra Stanić (Journalistin)
Erwin Steinhauer (Schauspieler)
Terezija Stoisits (ehem. Abgeordnete zum Nationalrat und Volksanwältin)
Hannes Swoboda (ehem. Wiener Stadtrat und Abgeordneter zum Europaparlament)
Emmerich Tálos (Politikwissenschafter)
Philipp Ther (Historiker)
Maria Vassilakou (ehem. Vizebürgermeisterin von Wien)
Franz Vranitzky (ehem. Bundeskanzler)
Vladimir Wakounig (Erziehungswissenschafter und Vorstand der Initiative Minderheiten)
Peter Weinberger (Physiker)
Nicola Werdenigg (ehem. Schirennläuferin)
Peter Wesely (Journalist und Geschäftsführer Wirtschaft für Integration)
Mia Wittmann (ehem. Präsidentin des Handelsgerichts)
Ruth Wodak (Soziolinguistin und Diskursforscherin)
Alma Zadić (Abgeordnete zum Nationalrat und ehem. Justizministerin) 

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