100 Unterschriften erreicht
An: Die Bürgermeisterin, die Vizebürgermeisterin, die maßgeblichen Gremien im Grazer Gemeinderat, sowie die BK IMMO Vorsorge GmbH
Neues achtsam planen - Altes respektvoll bewahren! Beteiligung und Lebensqualität statt Abriss

Retten wir das letzte historische Grazer Hebammenhaus und den historischen Baumbestand!
Wir fordern nachhaltige und zugleich achtsame Planung des neuen Wohnhauses in der Grasbergerstraße 34 als als Modell für guten Grazer Wohnbau!
Warum ist das wichtig?
Eine historische Villa und deren umgebenden Grünraum erhalten und qualitätvollen Wohnraum schaffen -
Gute Planung muss beides möglich machen
Die eindrucksvolle Villa in der Grasbergerstraße 34, gerade mal 600 Meter vom Weltkulturerbe Schloss Eggenberg entfernt, ist nur eines von vielen Beispielen für den gleichgültigen Umgang mit historischer Bausubstanz in Graz.
Um sie geht es, weil der Abriss konkret bevorsteht.
Als Bewohner:innen den näheren Umfeldes und Nachbar:innen des gefährdeten Objektes fordern wir eine bedachtere, verantwortungsbewusstere und nachhaltigere Herangehensweise an die historische Bausubstanz, den Naturraum und die Wohnbedürfnisse potentieller zukünftiger Bewohner:innen.
Gute Planung muss beides möglich machen
Die eindrucksvolle Villa in der Grasbergerstraße 34, gerade mal 600 Meter vom Weltkulturerbe Schloss Eggenberg entfernt, ist nur eines von vielen Beispielen für den gleichgültigen Umgang mit historischer Bausubstanz in Graz.
Um sie geht es, weil der Abriss konkret bevorsteht.
Als Bewohner:innen den näheren Umfeldes und Nachbar:innen des gefährdeten Objektes fordern wir eine bedachtere, verantwortungsbewusstere und nachhaltigere Herangehensweise an die historische Bausubstanz, den Naturraum und die Wohnbedürfnisse potentieller zukünftiger Bewohner:innen.
- Die Zerstörung von Zeugen unserer gemeinsamen Vergangenheit untergräbt die Identität von Graz.
- Die Zerstörung von Grünraum und Bäumen trägt zur Gesamterwämung und zu Verschlechterung von Luft- und Lebensqualität bei.
Worum geht es?
- Die 1910/11 vom Stadtbaumeister Josef Petz (Nürnberger Häuser, Lendkai, Spiegelhäuser, Prangelgasse) entworfene Villa diente der Hebamme Maria Uhl bis in die 1950 Jahre als Wirkungsstätte.
- Das Haus erzählt einen bedeutenden Teil der Sozialgeschichte des einstigen Grazer Vorortes und der Frauengeschichte unserer Stadt.
- Viele Menschen, die hier auch unter schwierigsten Umständen und in Kriegszeiten geboren wurden, leben noch heute.
- Der parkähnliche Garten beeindruckt mit historischem Baumbestand verschiedenster Art. er sorgt damit für ein gutes Mikroklima in einem stetig wachsenden und stark von Versiegelung betroffenen Stadtteil.
- Die Villa samt Garten war bis zum letzten Jahr aussschließlich in Privatbesitz, zuletzt lebte eine große Familie hier.
Was passiert gerade?
- Im Frühjahr 2025 wurde das Anwesen verkauft. Per Handschlag wurden die Erhaltung des Gebäudes und des Baumbestandes vereinbart.
- Kurz danach erfolgte der Weiterverkauf an eine bekannte Grazer Bauprojektgesellschaft, die nun selbstverständlich an keine Vereinbarungen mehr gebunden ist.
- Ohne Vorhandensein eines Bebauungsplanes für den Straßenzug erfolgte die Planung und Einreichung einer Blockrandbebauung, eines Wohnhauses für 21 Wohneinheiten mit Tiefgarage.
- Der Plan sieht den Totalabriss des Altgebäudes vor. Ebenso wird der historische Baumbestand in der vorderen Hälfte des Anwesens gefällt.
- Die Abrissgenehmigung wurde erteilt und befindet sich in der Einspruchsphase.
- Das Gebäude wird gemäß Planung weit, etwa ein ganzes Geschoß über die angrenzenden Dachfirste hinausragen.
- Gleichzeitig sieht der Plan, der gestalterisch ein Standardgebäude mit Balkonen zeigt, die abschließende Dachbegrünung sowie die Pflanzung von jungen Bäumen vor, wie nach Fällung vorgeschrieben.
Was fordern wir?
Dieses Projekt hat das Potential Vorbildcharakter für zukünftige Bauplanungen zu haben. Durch die Verbindung von Alt und Neu.
- Wir fordern den Erhalt der geschichtsträchtigen alten Villa und nach Möglichkeit deren Integration in das Bauprojekt.
- Unabhängig von der formalen Rechtslage fordern wir eine Überarbeitung der aktuelle Planung in Hinblick auf dessen Höhe und erhalt des Altgebäudes.
- Wir fordern die Erstellung eines Bebauungsplanes für den Straßenzug.
- Wir fordern die Errichtung einer Wohnstraße angesichts des zu erwartenden Verkehrsaufkommens.
- Wir fordern den sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit Grünland und somit des parkähnlichen Gartens des Anwesens Grasbergerstraße 34
- Wir fordern die kritische Diskussion des Projektes im Gemeinderat als Präzedenzfall für die viele Abrisse, Abholzungen und Neubauten im Stadtgebiet von Graz mit dem Ziel einer Überarbeitung des Baurechtes und der Bebauungspläne im Sinne der fruchtbaren Verbindung von Alt und Neu. https://baugeschichte.at/Grazerbe
- Wir fordern mehr Bürger:innenbeteiligung bei Bauprojekten.