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An: Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundesminister Heinz Faßmann

Öffnen Sie die Kindergärten vollständig!

Öffnen Sie die Kindergärten vollständig!

Lieber Herr Bundeskanzler, lieber Herr Minister!

Ich kann viele Maßnahmen, die gesetzt wurden, nachvollziehen (physical distancing, Hände waschen, Home Office, Abstand halten etc). Aber ich verstehe nicht, warum auf die Kleinsten in unserer Gesellschaft so wenig Rücksicht genommen wird.

Ich bin seit 6 Wochen mit zwei kleinen Kindern (2 & 4) daheim, arbeite 32 Stunden im Home Office, mache den Haushalt und unterhalte die Kinder. Ich versuche ihnen so gut es geht einen geregelten Ablauf zu bieten, wie es im Kindergarten der Fall ist. Unsere Kindergartenpädagoginnen sind so nett und engagiert, dass sie uns jede Woche ein neues Portfolio mit Beschäftigungsideen sowohl für den kleineren als auch für den größeren schicken.

Lieber Herr Bundeskanzler, wir sind zwar bezogen auf das Geburtsjahr aus derselben Generation, aber ich glaube wir leben in zwei unterschiedlichen Welten. Ich würde Sie bitten, nur einen Tag mit einer im Home Office arbeitenden Mutter oder einem Vater zu tauschen, damit sie wissen, wovon Sie sprechen, wenn Sie sagen, dass sich in punkto Kindergartenbetrieb nichts verändern wird und es so weiter läuft wie die letzten sechs Wochen. Denn das heißt, dass meine Kinder weiter daheim bleiben müssen, da ich ja in der „glücklichen“ Lage bin, im Home Office zu arbeiten und die entsprechende Bestätigung meines Arbeitgebers nicht vorlegen kann, dass ich vor Ort gebraucht werde.

Ich hätte auch gern, dass Sie und der zuständige Minister sich die Zeit nehmen und den 1-6 Jährigen erklären, warum sie jetzt noch länger nicht zu ihren Freunden und Freundinnen können und ihre - zumindest im Fall meiner Kinder - so wichtigen Bezugspersonen (Kindergartenpädagoginnen) nicht treffen können. Haben Sie darauf eigentlich eine Antwort? Ich wünsche Ihnen, dass auch die Jüngsten des so hochgelobten „Team Österreichs“ Verständnis zeigen und ich nicht spätestens in zwei Tagen zum wiederholten Mal die Tränen trocknen muss, weil die FreunndInnen noch immer nicht da sind aber „der“ Corona schon.

Sie sehen also: #KinderbrauchenKinder! Deshalb fordere ich Sie auf, die Kindergärten vollständig für alle Kinder zu öffnen – selbstverständlich unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften, die sowohl das Wohl der Kinder als auch den Schutz der KindergartenpädagogInnen bedenken. Dass eine geregelte Öffnung mit einem gut entwickelten Fahrplan durchaus möglich ist, zeigt jetzt z.B die Bundeshauptstadt Wien (wien.orf.at/stories/3045470/).

Ich wünsche mir, dass auch die Jüngsten gehört werden.

PS.: Dass ich mich als junge Frau und Mutter mittlerweile fühle, als würde ich in den 1950ern leben - weil da hat sich die brave Mutter und logischerweise Hausfrau um alles gekümmert - davon will ich gar nicht anfangen zu sprechen. Aber auch das macht mich 2020 mehr als sprachlos.

Warum ist das wichtig?

- weil Kinder Kinder brauchen
- weil Kinder ein Umfeld brauchen, wo sie sich entfalten können
- weil Kleinkinder ein Recht auf Bildung haben
- weil auch Eltern und PädagogInnen Planungssicherheit brauchen


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Weil jedes Kind recht auf Bildung hat, auch im Kindergarten

Neuigkeiten

2020-04-24 19:02:22 +0200

100 Unterschriften erreicht

2020-04-24 08:33:34 +0200

50 Unterschriften erreicht

2020-04-24 07:30:24 +0200

25 Unterschriften erreicht

2020-04-23 23:14:08 +0200

10 Unterschriften erreicht