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An: Bundesministerin Leonore Gewessler BA, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger

Vernunft statt Ost„Umfahrung"

VS
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Vernunft statt Ost"Umfahrung"

Wir ersuchen Sie eindringlich, die Planung für die Ost„Umfahrung” Wiener Neustadt zu stoppen, Alternativen unter Einbeziehung unabhängiger ExpertInnen zu erarbeiten und eine transparente und öffentliche Diskussion zu den Zahlen, Fakten und Maßnahmen aufzunehmen.

Die Corona- und Klimakrise verändern den Blick auf ein Projekt, das in den 1970er-Jahren geplant wurde und das nun inmitten einer Wirtschaftskrise 40 Millionen Euro Steuergeld kosten soll.

Wir sind sicher, dass dieses Steuergeld sinnvoller investiert werden kann: Das Ziel muss die rasche Entwicklung eines innovativen Verkehrskonzepts für Wiener Neustadt und das Umland sein, das eine Gesamtreduktion des LKW- und Individual-Verkehrs in und um Wr. Neustadt, die Entlastung der Verkehrs-Hotspots und den Schutz wertvoller Böden, Ökosysteme und Naherholungsgebiete garantiert.

Nur so können wir die Lebensqualität in unserer Stadt verbessern und unsere Gesundheit sowie das Klima schützen.

Warum ist das wichtig?

Auch mit Ost„Umfahrung” würde die Verkehrsbelastung an den Hotspots wie Nestroystraße und Grazer Straße zunehmen - das zeigt die Studie des Landes NÖ aus dem Jahr 2015 und das wird durch das Gutachten Verkehrstechnik im Auftrag des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2019 bestätigt. Im gesamten Untersuchungsgebiet führt die neue Trasse zu zusätzlichen 3.500 Kfz-Fahrten/Tag.

Es wäre verantwortungslos, den Verkehr durch die Ost„Umfahrung” nicht nur neu zu verteilen, sondern zusätzlichen anzuziehen. Stattdessen müssen wir diesen rasch und deutlich reduzieren und die 40 Millionen Euro in innovative Verkehrssysteme und die Entwicklung von Mobilitätskonzepten investieren.

Die Klimakrise zeigt katastrophale Auswirkungen - schon jetzt! Gerade im Verkehrsbereich kam es in Österreich in den letzten 5 Jahren beim CO2-Ausstoß zu weiteren Steigerungen. Allein der Bau der Ost„Umfahrung” wäre durch die Zementproduktion, die Hunderten LKW-Fahrten und die Bauarbeiten eine enorme Klimabelastung. Danach würden täglich 14.200 Fahrzeuge rund 5.000 Tonnen Co2 ausstoßen.

Etliche Feuchtwiesen sowie eine Au (Natura 2000-Schutzgebiet) würden zerstört, ein wertvolles Ökosystem ginge unwiederbringlich verloren und es würde ein ganz wichtiges Naherholungsgebiet zerschnitten. Schon jetzt ist Wiener Neustadt unrühmlicher Spitzenreiter bei der Versiegelung von Böden.

Die gewaltige Schneise der Ost„Umfahrung” inkl. der anschließenden Gewerbegebiete würde eine der fruchtbarsten Ackerflächen Österreichs für immer vernichten. Neben dem Schaden für regionale Landwirtschaft und Nahversorgung würden wir weitere Autonomie in der Lebensmittelproduktion verlieren. Zudem würde mit dem vorgesehenen Ausbau der Gewerbezonen der Geschäftsleerstand in der Innenstadt verschlimmert.

Autos und LKWs bringen eine enorme Gesundheitsbelastung mit sich - was Schadstoffe (Stickoxide, Feinstaub, Reifenabrieb,..) und Lärm angeht. Das gefährdet nicht nur unsere Kinder, sondern führt auch zu vorzeitigen Todesfällen.

Mit der Ost„Umfahrung” würden wir der nächsten Generation grundlegende Entscheidungen vorweg nehmen.

Vernunft statt Beton. Sparen wir uns die Ost„Umfahrung”!

Wiener Neustadt, Österreich

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • ... weil es sich zu 100 % um einen Akt rückwärtsorientierter (Verkehrs)politik handelt. War nicht gestern erst groß ein Parteikollege von Herrn ÖVP-Schneeberger groß in den Medien, wie er publicityträchtig Bodenversiegelung und Betonierwahn anprangert?
  • Ich habe unterzeichnet, weil dieses Projekt in völligem Widerspruch zum aktuellen Zeitgeist (Sicherung regionaler Versorgung und heimischer Betriebe) und auch politischer Vorgaben, wie dem Klima- und Naturschutz, steht. Gerade die Politik sollte dem auch folgen, was sie selbst erarbeitet hat und am Beispiel der Ostumfahrung können sie beweisen, dass sie zum Zeitgeist und hinter ihrer eigenen Arbeit stehen. Alexandra G.
  • Es soll nicht noch mehr "Natur" dem Straßenverkehr geopfert werden.

Neuigkeiten

2020-07-16 11:05:42 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2020-07-09 22:28:08 +0200

500 Unterschriften erreicht

2020-07-08 11:04:01 +0200

100 Unterschriften erreicht

2020-07-08 09:14:41 +0200

50 Unterschriften erreicht

2020-07-08 08:32:48 +0200

25 Unterschriften erreicht

2020-07-08 07:28:47 +0200

10 Unterschriften erreicht