Skip to main content

An: Bundeskanzler / Medienminister Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler

Retten Sie die Wiener Zeitung vor dem Aus!

Retten Sie die Wiener Zeitung vor dem Aus!

Sehr geehrter Herr Kurz,
sehr geehrter Herr Kogler,

retten Sie die im Eigentum der Republik befindliche Wiener Zeitung vor der drohenden Einstellung!

die Wiener Zeitung ist einer von wenigen Leuchttürmen im österreichischen Journalismus: Eine Zeitung, die sich einer möglichst sachlichen und aufgeklärten Berichterstattung verschrieben hat und dabei von einer jungen und engagierten Redaktion geführt wird, was gerade in einer zunehmend von hitzigen und teils verlogenen Diskussionen auf Social Media geprägten Zeit nicht zu unterschätzen ist.

Nun soll die Wiener Zeitung in ihrer Printausgabe laut Informationen des STANDARD womöglich bald eingestellt werden. Denn: Die Pflichtveröffentlichungen im Amtsblatt, die die Zeitung bisher finanziert haben, fallen bald weg.

Lassen Sie es nicht zu, Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler, dass das Ende der Pflichtveröffentlichungen zum Ende einer Institution des Qualitätsjournalismus in Österreich wird und berufen Sie vielmehr so bald als möglich eine Arbeitsgruppe aus angesehenen MedienexpertInnen ein, die ein neues und innovatives Finanzierungsmodell für die Wiener Zeitung entwickeln sollen – beispielsweise die Einbeziehung der Wiener Zeitung in das öffentlich-rechtliche Finanzierungsmodell bzw. in den ORF.

Warum ist das wichtig?

Um die Medienvielfalt ist es in Österreich schlecht bestellt, insgesamt gibt es nur 14 Tageszeitungen im Land (zum Vergleich: allein in der Deutschschweiz sind es 45), zudem sind drei der der vier größten Zeitungen in Österreich in der Hand von nur zwei Familien (Dichand und Fellner). Österreich ist traditionell ein schwieriges Pflaster für Qualitätszeitungen, es gibt im Land keine Zeitung, deren internationale Bedeutung beispielsweise mit der FAZ oder der SZ in Deutschland oder mit der NZZ in der Schweiz vergleichbar wäre, umso wichtiger sind im Sinne einer aufgeklärten Öffentlichkeit die bestehenden Qualitätszeitungen.

FALTER-Herausgeber Armin Thurnher schreibt: "Warum müsste die Republik diese Zeitung erhalten? Nicht, weil eine gedruckte Zeitung als solche ein zivilisatorischer Wert ist. Aber beim Stand der Dinge stellt ihr Erscheinen ein Symbol der Zivilisation dar. (...) Digitalisierung ist unvermeidlich, aber sie muss zuerst einmal reflektiert stattfinden. Solang das Gegenteil der Fall ist, scheinen gedruckte Zeitungen und Zeitschriften deswegen ein Symbol zumindest des Einhalts zu sein, weil sie im Fluss ständiger Aktualisierungen eine andere Möglichkeit zeigen."

Man braucht auch nicht lange durch den Facebook-Feed zu scrollen, um es wieder und wieder bestätigt zu sehen: Noch sind soziale Medien das Gegenteil von einem adäquaten Ersatz für guten Journalismus, es fehlt die reflektierte Öffentlichkeit. Während sich stattdessen im besseren Fall ein Übermaß an seichter Unterhaltung findet, dominieren im schlechteren Fall Wut, Ressentiments und Hass. Daher sind Zeitungen, vor allem Qualitätszeitungen, für unsere Demokratie überlebensnotwendig, umso mehr in den unsicheren Zeiten einer Pandemie. Die Wiener Zeitung ist das spezifisch österreichische Paradoxon, dass ausgerechnet eine Zeitung im Staatsbesitz ein wesentlicher Garant journalistischer Unabhängigkeit ist. Deshalb müssen wir sie vor der Einstellung retten!

[Titelfoto: karstensfotos, Wikipedia, CC BY-SA 2.0, ed.]


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Ich unterzeichne das, weil ich für unabhängige Infos bin!
  • Seit Jahren DER Lichtblick in unserer großteils tristen Medienlandschaft!
  • Gerade teilgenommen, eine der Zeitungen, die noch neutral sind

Neuigkeiten

2021-05-12 19:09:19 +0200

10,000 Unterschriften erreicht

2021-04-05 09:18:29 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2021-03-20 22:36:47 +0100

1,000 Unterschriften erreicht

2021-03-20 09:03:18 +0100

500 Unterschriften erreicht

2021-03-19 19:45:17 +0100

100 Unterschriften erreicht

2021-03-19 18:23:33 +0100

50 Unterschriften erreicht

2021-03-19 17:49:08 +0100

25 Unterschriften erreicht

2021-03-19 17:21:51 +0100

10 Unterschriften erreicht

2021-03-19 16:41:27 +0100

Ganz aktuell: Ein STANDARD-Artikel, in dem der Medienexperte Fritz Hausjell erklärt, warum er das Weiterbestehen der Wiener Zeitung demokratiepolitisch und kulturell für wichtig hält und wie er sich die Zukunft des 1703 gegründeten Blatts vorstellen könnte.
https://www.derstandard.at/story/2000125168225/rettungsappelle-vor-aufsichtsratssitzung-der-wiener-zeitung?ref=article&fbclid=IwAR2Z5imRDkGsRQ94oTCdtstBMXpd-3QlxSQ43N5e6gBptdL-gVCMDv1R20c

2021-03-19 16:39:02 +0100

In dieser Facebook-Gruppe, die vom Journalisten Walter Gröbchen initiert wurde, könnt ihr eure Ideen zur Zukunft der Wiener Zeitung mit anderen diskutieren:
https://www.facebook.com/groups/457530818823050