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An: Linzer*innen, Gemeinderat

Kältetelefon/Kältebus für Linz

Sehr geehrte Damen und Herren der Stadt Linz!
Warum kümmern wir uns so wenig um die Obdachlosen?


Derzeit gibt es in Linz keine zentrale, rund um die Uhr erreichbare Anlaufstelle, bei der akute Gefährdungen (obdachloser) Menschen durch Kälte gemeldet werden können. Ein von 10-12 Uhr (Di & Do) erreichbares Kältetelefon existiert von November bis März. Dennoch ist klar, dass weder Obdachlosigkeit noch Tod durch Erfrieren sich an die spärlichen Bürozeiten am Vormittag halten; Auch, wenn man per Anrufbeantworter oder Email eine Nachricht hinterlassen kann und die Verantwortlichen den Meldungen "so rasch wie möglich" nachgehen.  Gerade in den Nachtstunden führt diese Lücke zu Machtlosigkeit bei hilfsbereiten Bürger*innen und trägt dazu bei, dass notwendige Hilfe zu spät, unzureichend oder gar nicht erfolgt.

Unsere Forderung:
Ein lokales Kältetelefon oder ein Kältebus welche/r,...

- in den Wintermonaten (z.B. 1. November bis 31. März)
- täglich mindestens zwischen 18:00 - 24:00 erreichbar ist
- bei akuter Gefährdung (obdachloser) Menschen kontaktiert werden kann
- sofortige Hilfeleistungen bereitstellt

Warum ist das wichtig?

Warum sind wir, als drittgrößte Stadt Österreichs, im Schnitt beinahe am schlechtesten darauf vorbereitet, wohnungslosen Menschen im Winter akute Hilfeleistungen zu gewähren? Warum gibt es für besorgte Bürger*innen keine erreichbare Anlaufstelle, bei der man sich auf schnelle, unmittelbare Hilfeleistungen verlassen kann? Wen kontaktiert man in Situationen, an denen die Verantwortung von Polizei und Rettung an ihre Grenzen zu stoßen scheint?
Jene Notschlafstellen, die im urbanen Raum existieren, sind im Winter gern ausgelastet - zudem möchten oder können nicht alle wohnungslosen Menschen in derartigen Einrichtungen untergebracht werden. 
Auch, wenn man beim derzeit spärlich besetzten Kältetelefon eine Nachricht hinterlässt oder ein Mail schreibt, hat man als Anrufer*in keine Garantie darauf, ob und vor allem wann Hilfe für die Betroffenen kommt. Das ist problematisch, weil bei Minusgraden auch wenige Stunden einen Unterschied machen können - zudem wechseln Obdachlose auch gelegentlich ihren Standort bzw. Schlafplatz. 
Ein erreichbares Kältetelefon, oder ein mobiler Kältebus sind präventive, humane und vergleichsweise kostengünstige Maßnahmen und können dazu beitragen, Todesfälle oder schwere gesundheitliche Schäden zu minimieren.

“The greatness of a civilization can be judged by how it treats its weakest members”

Linz, Österreich

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2026-01-24 19:42:11 +0100

500 Unterschriften erreicht

2026-01-21 20:06:14 +0100

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2026-01-21 16:05:23 +0100

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