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An: Bürgermeisterin Susanna Kittinger, Vizebürgermeister Rudolf Hammer, Gemeinderat der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern

Natur erhalten - Nein zur Straßenverbreiterung 
in der Badesiedlung Greifenstein-Altenberg

Die BewohnerInnen und Freunde der Badesiedlung Greifenstein-Altenberg in St. Andrä-Wördern fordern die Gemeindevertretung auf, von der geplanten Verankerung eines flächendeckenden Netzes von 6 m breiten Straßen in der Badesiedlung im Örtlichen Raumordnungsprogramm (Flächenwidmungs- und Bebauungsplan) Abstand zu nehmen.

Unsere Forderungen:

1.     Keine Verankerung 6 m breiter Straßen in der Badesiedlung Greifenstein-Altenberg im Örtlichen Raumordnungsprogramm (Flächenwidmungsplan und Bebauungsplan).

2.     Stattdessen rechtliche Absicherung des von der Gemeindevertretung mehrfach zugesicherten Naturstandes der historisch gewachsenen schmalen Wege und des dadurch bewirkten Schutzes vor erhöhtem und beschleunigtem Kraftfahrverkehr.

3.     Einbindung der Bevölkerung in zukünftige Planungsprozesse.

Wir fordern die GemeindevertreterInnen von St. Andrä-Wördern auf, ihre mehrfachen Zusagen einzuhalten und vom Projekt eines flächendeckenden Netzes 6m breiter Straßen in der Badesiedlung Greifenstein-Altenberg endgültig Abstand zu nehmen.

Warum ist das wichtig?

Die Badesiedlung Greifenstein-Altenberg in der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern ist eine seit über 100 Jahren gewachsene Siedlung am rechten Donau-Ufer (nunmehr: Donau-Altarm Greifenstein). Seit den 1920-er Jahren bietet sie für sowohl für die BewohnerInnen der wegen der nach wie vor bestehenden Hochwassergefahr auf Stelzen gebauten, teilweise historischen Badehütten als auch für die zahlreichen BesucherInnen aus der Gemeinde und aus Wien und Umgebung, Ruhe und Erholung in naturnaher Umgebung. 

6 Meter breite Verkehrsflächen würden 100 Jahre gewachsenen Lebensraum zerstören, den Autoverkehr erhöhen und beschleunigen und die Sicherheit von FußgängerInnen, RadfahrerInnen und Kinder gefährden.

Den besonderen Reiz dieser Grünoase machen unter anderem die großteils nur 3 bis 4m breiten Wege in der Badesiedlung aus. Diese sind zwar ausreichend dimensioniert, dass sowohl Einsatzfahrzeuge als auch Privat-PKWs und Lieferdienste jedes Haus erreichen können. Durch die Schmalheit der Wege sind Autofahrer jedoch gezwungen, "auf halbe Sicht", also sehr langsam, zu fahren. Das sorgt für effektiven Schutz vor Lärm und Staub und vor allem für eine hohe Sicherheit von FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Kindern, und Tieren vor Verkehrsunfällen. Auch die zahlreichen Badegäste schätzen dies sehr.

Obwohl dazu weder aus rechtlichen noch aus planerischen Gründen eine Veranlassung besteht, beabsichtigt die Gemeindevertretung von St. Andrä-Wördern derzeit, ein vor rund dreißig Jahren entstandenes und mittlerweile durch verstärktes Umweltbewusstsein längst überholtes Projekt einer flächendeckenden Verbreiterung aller Wege auf mindestens 6m breite Straßen nun im Örtlichen Raumordnungsprogramm zu verankern. Mit der Umsetzung dieses in Zeiten des Klimawandels völlig rückwärtsgewandten Projekts hat die Gemeinde schon begonnen. So verlangt die Bürgermeisterin als Baubehörde 1. Instanz seit Jahren bei jedem Neubau, Umbau oder Zubau den Abbruch von Zäunen und Hecken und das Zurückrücken um teilweise mehrere Meter. Ziel ist, in der gesamten Badesiedlung langfristig 6m breite Straßen entstehen zu lassen.

Das bedeutet im Ergebnis:

·       Erhöhung und Beschleunigung des Autoverkehrs
·       Gefährdung der Sicherheit von FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Kindern und Tieren
·       mehr Abgase, Lärm und Staub
·       Anstieg der Bodenversiegelung
·       Zerstörung von Kilometern grüner Hecken
·       Verkleinerung hunderter Gärten
·       Verlust von Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen
·       nachhaltige Veränderung des historischen Charakters der Badesiedlung

Dabei ist klar dokumentiert:

·       Sogleich, als Anfang der 2000-er Jahre das Gemeindeprojekt einer flächendeckenden Straßenverbreiterung bekannt wurde, regte sich aus der Bevölkerung massiver Widerstand.

·       BewohnerInnen und Freunde der Badesiedlung sammelten binnen kürzester Zeit rund eintausend Unterschriften gegen das Projekt.

·       Daraufhin schwenkten die Gemeindevertreter um und sicherten den BewohnerInnen der Badesiedlung und den Siedlervereinen in mehreren Gesprächsrunden ausdrücklich zu, von der Straßenverbreiterung Abstand zu nehmen.

 Auch heute zeigt sich ein eindeutiges Bild:

·       Gegen die von der Gemeinde entgegen diesen Zusagen Ende Jänner 2026 neu aufgelegten Pläne zur Verankerung 6m breiter Verkehrsflächen im Örtlichen Raumordnungsprogramm wurden aus der Bevölkerung 385 Einwendungen eingebracht.

·       Alle Vereine, welche die Interessen der BewohnerInnen und Freunde der Badesiedlung vertreten (Interessengemeinschaft Dschungeldorf/IGM, Kleingärtnerverein Greifenstein-Altenberg/KGV, Plattform Naturjuwel Altarm, Verein Saubere Badesiedlung und Verein Nein zur Straßenverbreiterung), sind geschlossen gegen das Projekt.

·       Es fanden mehrere Gespräche mit der Gemeindevertretung statt; die Gemeindevertretung hielt jedoch an dem Projekt fest.

·       Daraufhin begann eine breite Mobilisierung; am 26. März 2026 fand vor dem Gemeindeamt eine angemeldete Kundgebung gegen die Straßenverbreiterung statt.  An dieser nahmen rund 150 Menschen, sowohl aus der Badesiedlung als auch aus der gesamten Gemeinde St. Andrä-Wördern, teil.

·       Die Gemeindevertretung spielt die Auswirkungen der Änderung des Flächenwidmungsplans und des Bebauungsplans jedoch herunter und will das Projekt einer flächendeckenden Straßenverbreiterung gegen den Willen der Bevölkerung um jeden Preis durchziehen. Absender:

Nein zur Straßenverbreiterung – Verein zur Erhaltung des Lebensraums in der Badesiedlung Greifenstein-Altenberg (Obmann: Rechtsanwalt Hon.-Prof. Dr. Alexander Klauser); ZVR-Zahl 383924958

Greifenstein, 3422 St. Andrä-Wördern, Österreich

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Neuigkeiten

2026-04-13 14:23:04 +0200

Anbei ein Link zur gestrigen Generalversammlung bei der IGM Dschungeldorf. Dort kann man auch das sehr aussagekräftige Rechtsgutachten des Raumordnungsrechts-Experten RA Mag. Michael Mendel abrufen.

https://www.igm-dschungeldorf.at/generalversammlung2026.htm

Sowie der Link zum Rechtsgutachten:

https://www.igm-dschungeldorf.at/index_htm_files/20260412%20Rechtsgutachten%20RA%20Mag.%20Mendel.pdf

2026-04-13 13:41:16 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2026-04-13 12:45:21 +0200

Vielen Dank für den Beitrag in der Krone!

https://www.krone.at/4105066

2026-04-13 12:43:59 +0200

Vielen Dank für den Artikel in der NÖN!

https://www.noen.at/tulln/fronten-verhaerten-sich-altenberger-starten-online-petition-gegen-sechs-meter-strassen-518295548

2026-04-12 07:13:18 +0200

500 Unterschriften erreicht

2026-04-11 16:02:25 +0200

100 Unterschriften erreicht

2026-04-11 14:58:33 +0200

50 Unterschriften erreicht

2026-04-11 14:32:19 +0200

25 Unterschriften erreicht

2026-04-11 13:41:59 +0200

10 Unterschriften erreicht

2026-04-11 12:54:03 +0200

Hier ein Link zur IGM Dschnungeldorf zur Kundgebung vor dem Gemeindeamt:

https://www.igm-dschungeldorf.at/demogrsitzung.htm

Wier danken allen Teilnehmer:innen!!!