Skip to main content

An: die Wiener Stadtregierung, Bürgermeister Ludwig, Stadtrat Hacker

AmberMed - medizinische Versorgung ohne Versicherung muss weiterhin möglich sein!

AmberMed - medizinische Versorgung ohne Versicherung muss weiterhin möglich sein!

Am 04. Juni 2019 haben über 40 ehrenamtlichen Ärzt*innen, Assistent*innen und Dolmetscher*innen jeweils einen Brief an Bürgermeister Michael Ludwig und Stadtrat Peter Hacker geschrieben . Bis heute ist das Schreiben ohne Antwort oder Reaktion geblieben. Daher machen wir unser Anliegen öffentlich und ersuchen Euch/Sie um Ihre Unterstützung, damit AmberMed zur Gänze aus öffentlicher Hand finanziert wird. Spendengelder sollen nicht mehr den laufenden Betrieb von AmberMed finanzieren, sondern könnten dann den Patient*innen zugute kommen! Unsere Patient*innen sind schwangere Frauen, Kinder, chronisch kranke Menschen, die aufgrund von Versicherungslücken sonst medizinisch gar nicht versorgt wären. Bei der Wiedereingliederung ins System würden die Behandlungen wesentliche höhere Kosten mit sich bringen.

Offener Brief AmberMed:

Am 24. April wurde im Rahmen einer Pressekonferenz der Jahresbericht 2018 von AmberMed präsentiert. AmberMed ist eine Einrichtung des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Kooperation mit dem Österreichischen Roten Kreuz, die unversicherten Menschen ambulante medizinische Versorgung anbietet. Dieses Angebot ist nur durch den ehrenamtlichen Einsatz von Ärzt*innen, Assistent*innen, Dolmetscher*innen und Therapeut*innen möglich. 5266 Stunden wurden 2018 ehrenamtlich geleistet um 3186 Patient*innen bei insgesamt 8057 Behandlungen medizinisch zu versorgen.
Wir die Unterzeichner*innen dieses Briefes sind Teil des ehrenamtlichen Teams von AmberMed und wir leisten diese Arbeit gerne im Dienste der Menschlichkeit und weil wir davon überzeugt sind, dass Gesundheitsversorgung unabhängig vom Rechtsstatus ein Menschenrecht ist.
Als ehrenamtliche Mitarbeiter*innen schätzen wir die unermüdliche Arbeit des engagierten hauptamtlichen Teams. Wir sehen aber auch, dass es immer häufiger an die Grenzen des Machbaren stößt. Neben der Organisation der Ordination wird von ihnen auch die begleitende sozialarbeiterische Unterstützung geleistet.
Es geht uns vor allem darum, dass Sie verstehen, wie wichtig die Arbeit von AmberMed für die unversicherten Patient*innen ist. Bei der Präsentation des Budgets fanden wir es erstaunlich, dass mit so geringem finanziellen Aufwand so viel an Hilfe möglich ist. Aus den Medien mussten wir nun aber erfahren, dass der Weiterbestand von AmberMed aufgrund der finanziellen Situation nicht sichergestellt ist. Dies beunruhigt uns sehr. Es verwundert uns, dass nach 15-jähriger erfolgreicher Arbeit, die öffentliche Hand immer noch nicht die notwendigen Finanzmittel bereitstellt.
Wir sind davon überzeugt, dass AmberMed nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag für unversicherte Menschen in Wien leistet, sondern der Öffentlichkeit und besonders der Stadt Wien wesentlich mehr Kosten einspart als es von ihr erhält. Für eine Vielzahl der Patient*innen von AmberMed ist die Zeit ohne Versicherungsschutz eine vorübergehende Phase. Aus medizinischer Sicht können wir Ihnen sagen, dass chronische Erkrankungen, deren medizinische Versorgung unterbrochen oder nicht begonnen wird bzw. unbehandelte Infektionskrankheiten unverhältnismäßig teurer werden. Heilungsprozesse verlängern und verkomplizieren sich, stationäre Aufnahmen aufgrund von Unabweisbarkeit nehmen zu und dauern länger, vermeidbare Folgeerkrankungen und dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen treten auf.
Uns ist durchaus bewusst, dass die finanziellen Ressourcen der Stadt Wien knapp sind. Allerdings sind uns wenige Einrichtungen bekannt, die so ressourcenschonend, effizient und auf vielen Ebenen gewinnbringend für unsere Stadt arbeiten.
Sehr geehrter Herr Stadtrat, wir leisten seit Jahren durch unsere Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Realisierung Ihrer politischen Vision „einer Gesundheitspolitik, die auf alle schaut. Heute und in Zukunft!“ Unterstützen Sie uns dabei, diesen Beitrag auch in Zukunft leisten zu können.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, es muss doch möglich sein, diese unverzichtbare Einrichtung durch die Stadt Wien soweit zu unterstützen, dass diese ohne finanzielle Sorgen ihre Arbeit tun kann, damit Wien Gesund bleibt! Wir ersuchen Sie daher dringend, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um den Fortbestand von AmberMed sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Monika Matal
Ärztin für Allgemeinmedizin, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburthilfe
Ehrenamtliche Ärztliche Leiterin AmberMed

Warum ist das wichtig?

AmberMed leistet über 15 Jahren kostenlose ambulant - medizinische Versorgung mit Medikamentenhilfe um Lücken im Versicherungssystem zu schließen. Dies gelingt uns durch die ehrenamtliche Mitarbeit von über 80 Ärzt*innen, Assistent*innen und Dolmetscher*innen! Trotz steigender Patient*innenzahlen müssen wir den laufenden Betrieb mittlerweile aus Spendengeldern finanzieren, weil unsere Ausgaben steigen, aber die Förderungen, im Idealfall seit Jahren gleich geblieben sind, bzw. auf ein Minimum reduziert worden sind. Ein unversicherter Patient kostet ca. 90€ pro Jahr - die Stadt Wien zahlt derzeit umgerechnet 40,00 Euro pro Patient/Jahr!

www.amber-med.at
https://www.derstandard.at/story/2000101983104/klinik-fuer-nichtversicherte-platzt-aus-allen-naehten
https://www.facebook.com/AmberMed-328561778972/


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • sehr wichtigundsinnvoll
  • Weil es Menschenrecht ist
  • Für mich AmberMed ein Kooperationspartner,; nicht denkbar diese Einrichtung nicht mehr in Wien zu wissen

Neuigkeiten

2019-09-16 09:11:12 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2019-07-25 11:32:07 +0200

500 Unterschriften erreicht

2019-07-22 20:04:45 +0200

100 Unterschriften erreicht

2019-07-22 17:33:31 +0200

50 Unterschriften erreicht

2019-07-22 16:41:35 +0200

25 Unterschriften erreicht

2019-07-22 15:52:46 +0200

10 Unterschriften erreicht