Skip to main content

An: An Bundesminister Werner Kogler, Staatssekretärin Andrea Mayer, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und die verantwortlichen Kulturpolitiker*innen der Bundesländer

Rettung-der-Künste//Rescue the Arts

Rettung-der-Künste//Rescue the Arts

Ermöglichen Sie Künstler*innen und Kulturschaffenden den Zugang zu Arbeitslosengeld und Sozialleistungen, und entschädigen Sie sie für die aufgrund der Krise entstandenen Verluste

Kunst und Kultur sollen auch durch die Coronavirus Response Investment Initiative der EU unterstützt werden.

Schaffen Sie schnell zugängliche und langfristig wirksame Notfall- und Härtefallfonds für den Kultursektor – über die bestehenden Budgets der Kulturministerien und für Kunst- und Kultur zuständigen Abteilungen der Bundesländer und Städte hinaus. Solche Programme müssen aus anderen Budgets gespeist werden, die speziell für die Bewältigung der Folgen der COVID-19-Krise eingestellt wurden.

Schaffen Sie Flexibilität bei bestehenden Förderprogrammen, damit die Geförderten entscheiden können, ob Aktivitäten verschoben, abgesagt oder geändert werden sollen, oder die Laufzeit des Projekts verlängert werden muss. Ergänzend braucht es Gelder, um die zusätzliche Arbeit für eine zu einem späteren Zeitpunkt realisierte Produktion abzugelten.

Überprüfen Sie staatlich oder städtisch durch subventionierte Institutionen und ihr Umgehen mit Corona bedingten Absagen, damit sie Vereinbarungen mit Künstlerinnen einhalten und diese auszahlen, auch wenn vereinbarte Auftritte und Produktionen abgesagt werden mussten.

Erhöhen Sie Investitionen in Kunst und Kultur im Jahr 2020 und darüber hinaus, um den Kultursektor wiederzubeleben und Nachhaltigkeit zu schaffen.

Schaffen Sie langfristig ein flexibles direktes Fördersystem, welches gemeinsam mit Künstler*Innen und deren Vertretungen erarbeitet wird und die Möglichkeit bietet, schneller künstlerisch auf die aktuelle Situation zu antworten. Schaffen Sie zusätzlich ein Fördersystem, welches künstlerische Forschung, diverse künstlerische Formate und Prozesse fördert und kleinere Summen mehrmals im Jahr zur Verfügung stellt und den Künstler*Innen und Kulturschaffenden Kooperationen mit verschiedenen Kunst-, Kultur- und Sozialinstitutionen ermöglicht.

Sorgen Sie dafür, dass die EU-Förderungen auch für die länderübergreifende Arbeit kleinerer Kunst- und Kulturvereine bereit stehen.

Sichern Sie Budgets zur Internationalisierung der Branche, diese sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und die weitere Entfaltung der Kapazitäten der lokalen Kunst- und Kulturszenen.

Initiieren Sie eine weitreichende Debatte über den aktuellen Status als Künstler*innen und Beschäftigten im Kulturbereich. Dabei sollten die Zukunftsfähigkeit von Künstler*innen-Karrieren, Praxis und Aktivitäten, sowie die Ausdrucksfreiheit der Künstler*innen, soziale und finanzielle Anerkennung und das persönliche Wohlergehen thematisiert und gesichert werden.

Überprüfen Sie die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, um Menschen vor künftigen Krisen und Situationen höherer Gewalt zu schützen.

Integrieren Sie Kunst und Kultur in Ihre wirtschaftlichen und sozialen Erneuerungs- und Zukunftsstrategien, erkennen Sie den enormen Wert von Kunst und Kultur für das Wohlergehen aller Bürger*innen an, ebenso wie die Fähigkeit, Menschen sogar in Zeiten, in denen man sich nicht treffen kann, zu vereinen.

Integrieren Sie Kunst und Kultur in alle Bildungsinstitutionen und Bildungskonzepte: D.h. Aufwertung der künstlerischen Fächer und die Etablierung künstlerischer und kultureller Zugänge für emanzipatorische, integrative und inklusive Lernformen.

Wir denken, dass die oben genannten Maßnahmen sowie weitere Schritte zur Gestaltung einer langfristigen Stärkung des Kultursektors zur allgemeinen Wiederbelebung der Gesellschaften und der Wirtschaft dienen und in einem integrativen und kontinuierlichen Dialog mit Künstler*innen und Kulturschaffenden umgesetzt werden können.

Die Deutsche Fassung wurde erweitert für den österreichischen Kontext von freischaffenden darstellenden Künstler*innen und Kulturschaffenden und basiert auf einem Übersetzung von Kerstin Rosemann.

Warum ist das wichtig?

Dieses Petition ist initiiert von Wiener Perspektive, der IG Freie Theater und der Wiener Freien Performance Szene und erweitert die von IETM zu allgemeiner Nutzung verfassten Petition, die von Circostrada, European Theatre Convention (ETC), IN SITU, European Dancehouse Network (EDN) and European Festivals Association (EFA), mitunterzeichnet wurde.

Kultur- und Kreativbranche, insbesondere die darstellenden Künste, sind diejenigen, die als erste die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie zu spüren bekommen haben. Zudem werden sie wohl auch die letzten sein, die zu ihren normalen Arbeitsbedingungen zurückkehren können, wenn die Regierungen die Maßnahmen lockern. So hat diese Krise, die erst einige Wochen andauert, bereits Zehntausende Künstler*innen und Kleinunternehmer*innen in Österreich und Millionen weltweit in eine existenzgefährdende Lage gebracht.

Die Corona-Krise hat negative Auswirkungen auf das ohnehin schon extrem zerbrechliche Ökosystem der darstellenden Künste, das sich durch eine hohe Zahl von Freiberuflichen und Selbstständigen, Teilzeitverträgen sowie flexible Arbeitsplätze auszeichnet und dem damit verbundenen begrenzten Zugang zu Sozialleistungen. Zudem traf die Krise viele Organisationen, Festivals und Kulturschaffende zu einem Zeitpunkt, an dem normalerweise ein großer Teil des Jahreseinkommens erwirtschaftet würde.

Die internationale Gemeinschaft der Künstler*innen und Beschäftigten im Kunst- und Kulturbereich hat bereits eine enorme Solidarität untereinander gezeigt sowie ein großes Maß an Kreativität im Umgang mit der Krise. Dennoch liegt es an den nationalen Regierungen, den Kunst- und Kultursektor zu retten und damit ein lebendiges soziales Gut, das einen ungeheuren Eigenwert hat und einen wichtigen Beitrag zur zum gesellschaftlichen Zusammenleben und Wirtschaft leistet.
Angesichts der Dringlichkeit der aktuellen Situation sowie einer langfristigen Tragfähigkeit des Kunst- und Kultursektors fordern wir die nationalen Regierungen deshalb auf, folgende Maßnahmen zu ergreifen


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • österreich ist ein land der kultur. das verhalten der regierung ist skandalös
  • Ohne Kunst wäre diese Welt verloren!
  • Von Kunst leben und profitieren Lastwagenfahrer*innen, Bühnenarbeiter*innen und Roadies, Produktionsfirmen von teuren Instrumenten, Licht-, Sound- und Videoanlagen und anderem hochwertigen Equipment, Anlagen- und Lüftungstechniker*innen, Tischler-, Schlosser-, Elektriker-, Schneider- und andere Handwerker*innen und Werkstätten, Baumärkte, Tourismusbetriebe, Cateringunternehmen, Taxiunternehmen, Autovermietungen, Versicherungen, Mobilfunkbetreiber und viele mehr.

Neuigkeiten

2020-05-04 09:22:25 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2020-05-02 11:45:54 +0200

500 Unterschriften erreicht

2020-04-30 23:21:22 +0200

100 Unterschriften erreicht

2020-04-30 21:08:18 +0200

50 Unterschriften erreicht

2020-04-30 19:39:28 +0200

25 Unterschriften erreicht

2020-04-30 19:03:04 +0200

10 Unterschriften erreicht