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An: Bundesminister Universitätsprofessor Dr. Heinz Faßmann

Gleiche Chancen für alle SchülerInnen!

Gleiche Chancen für alle SchülerInnen!

Sehr geehrter Herr Bundesminister Universitätsprofessor Dr. Faßmann!

Bezugnehmend auf Ihre Pläne und Ankündigungen (Stichwort: „Deutsch-Förderklassen“) fordern wir:

1) Distanzieren Sie sich AUSDRÜCKLICH von den Absichten des Innenministers Kickl und schließen Sie aus, dass es „Brückenklassen“ in Massenquartieren für die Kinder von AsylwerberInnen geben wird!

2) Schieben Sie Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, nicht in separate Klassen ab! Fördern und unterstützen Sie diese SchülerInnen stattdessen im Klassenverband durch Teamteaching mit ExpertInnen in sprachbewusstem Unterricht und zusätzlichen muttersprachigen Lehrkräften!

3) Muten Sie Kindern und Jugendlichen keine periodischen Testungen zu, deren Verlässlichkeit zweifelhaft ist! Investieren Sie die dafür nötigen Mittel besser in ein nachhaltiges, integratives Konzept, das auch die Verwendung und Weiterentwicklung der Erst- und Familiensprachen aller SchülerInnen zulässt!

4) Ermöglichen Sie auch neu zugewanderten, nicht mehr schulpflichtigen Jugendlichen, dass diese in Österreich die Schullaufbahn in der Sekundarstufe II abschließen!

Sehr geehrter Herr Bundesminister, Sie sind für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Österreich verantwortlich. Geben Sie allen Kindern und Jugendlichen, die sich in Österreich aufhalten, die Chance, der (von der Regierung verlangten) „Bildungspflicht“ bestmöglich nachzukommen.

Mag. Dr. Elisabeth Langer
AHS-Professorin im Ruhestand

Warum ist das wichtig?

Die von BM Dr. Faßmann vorgestellten Pläne sind rückschrittlich und kontraproduktiv. Sie sind nicht geeignet, allen Kindern in unserer mehrsprachigen Gesellschaft faire Bildungschancen einzuräumen. Der Verdacht besteht, dass SchülerInnen, die die Unterrichtssprache Deutsch nicht in erwartetem Ausmaß beherrschen, durch wiederholte Prüfungen demotiviert und ins Abseits gedrängt werden. Die geplanten Maßnahmen stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen zahlreicher Untersuchungen aus Bildungswissenschaft und Spracherwerbsforschung.

Wie die Unterschriften übergeben werden

Persönlich


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Exklusion ist kein den Lernerfolg förderndes Konzept, vielmehr eine Strategie derer, die eher aus politischen Beweggründen auf Ausgrenzung setzen. Auch emotionaler Druck blockiert Lernprozesse, anstatt sie zu fördern, was, wie uns die Neurodidaktik lehrt, offensichtlich gegen dauernde Tests spricht. Doch Kinder zum Spielball politischen Kalküls und hetzerischer Parolen zu machen, passt wie so vieles zu dieser Bundesregierung.

Neuigkeiten

2018-04-07 10:44:47 +0200

100 Unterschriften erreicht

2018-01-28 10:12:49 +0100

50 Unterschriften erreicht

2018-01-26 11:06:27 +0100

10 Unterschriften erreicht